Die Beratung kostet für die Anruferinnen und Anrufer keine Gebühren. Damit dieses wichtige Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche aufrecht erhalten werden kann, muss jedoch die Finanzierung des Vereins gesichert werden. Die festen Kosten für die Räume, die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für die Öffentlichkeitsarbeit können zur Zeit nicht allein über Mitgliedsbeiträge gedeckt werden. Kommunale Zuschüsse fallen aufgrund der allgemein angespannten Haushaltslage immer geringer aus.
Das KJT ist dringend auf Unterstützung durch Spenden und neue Fördermitglieder angewiesen. Ihre Spende geht direkt an den Förderverein Kinder- und Jugendtelefon Göttingen e.V. Wenn Sie weitere Informationen wünschen, sind wir unter der Telefonnummer unserer Geschäftsstelle, Tel. 0551-37 98 77, für Sie erreichbar.
Die Nummer gegen Kummer 0800 111 0333 ist nach wie vor bei Kindern und Jugendlichen oftmals die erste Anlaufstelle für die kleinen und großen Sorgen, für Ängste und Frustrationen, bei Langeweile oder lang erlebtem Leid. Diese Anrufe geben Einblick in die Vielfalt ihrer ganz persönlichen Erlebnisweisen und Lebenswelten. Es ist schon ein beachtenswertes Phänomen, dass die Anzahl der hilfesuchenden jungen Menschen jährlich steigt. Jeder einzelne Anruf erfordert Mut und Selbstständigkeit. Dennoch, das Telefon klingelt pausenlos. Wer durchkommt hat schon was erreicht und kann sich auf eine verständnisvolle, empathische und echte Beratung ohne Zeitdruck verlassen. Das Kind, der Jugendliche mit seinem Anliegen stehen im Mittelpunkt. Es gibt keine Tabu-Themen, keine Wertung. Alles ist anonym, kostenfrei und streng vertraulich. Niemand muss Konsequenzen fürchten. Wir informieren weder Polizei, noch Jugendamt, es sei denn mit Zustimmung oder ausdrücklichem Wunsch der Anrufer. Bei jedem vierten Gespräch verweisen wir aufgrund der speziellen Problemlage auch auf diese und andere Hilfseinrichtungen wie medizinische Beratung, Schwangerschaftskonfliktberatung, Frauennotruf, Frauenhaus, Suchtberatung, Vertrauenslehrer, die Aidshilfe und andere.
Beispielhaft sei auf eine Studie des KJT Göttingen aus dem Jahr 2004 verwiesen, deren Statistik ergab, dass von 10.962 Gesprächen (gesamt) 2.670 intensive Beratungsgespräche geführt wurden. Darunter waren auch 253 Jugendliche, die aus Sorge um eine Freundin oder einen Freund, Bruder oder Schwester anriefen. 69 % aller Ratsuchenden waren weiblichen Geschlechtes, dies waren fast 10 % mehr als in den Jahren davor.
Mit wem hatten die Heranwachsenden Probleme? 60 % mit anderen Jugendlichen, 45 % mit sich selbst und 26 % mit Erwachsenen, einschließlich der Eltern. Im Zeitraum 2004 wurde die Mutter 145 mal, der Vater 78 mal und Lehrer oder Ausbilder 78 mal angegeben. 107 mal wurden weitere Erwachsene benannt wie die Partner eines Elternteils, sonstige bekannte oder unbekannte Personen.
Sie erfahren Ausführliches über die anonymen Gesprächsauswertungen in der statistischen Dokumentation 2004 des KJT Göttingen.
Die neuesten bundesweiten Auswertungen des Dachverbandes aller Kinder- und Jugendtelefone in Deutschland lesen Sie in der
..:: 'Nummer gegen Kummer Studie 2010' (68 Seiten), die als PDF-Dokument zum Lesen, Ausdrucken und zum Download bereitgestellt wird (Anzeige in einem neuen Fenster; verlängerte Ladezeit infolge der Größe des Dokuments von 3,78 MB).
Bei weiterer differenzierter Betrachtung der Auswertungen der o.g. Dokumentation gehörten Erlebnisse und Gefühle der Themenbereiche
zu den Gesprächen, die Kinder und Jugendliche kaum selbst bewältigen konnten. Aber die Sorgen waren vielfältig. In jedem Fall war die Nummer gegen Kummer 0800 111 0333 Anlaufstelle, zurzeit mit einer Erreichbarkeit von Montag bis Freitag zwischen 14.00 und 20.00 Uhr und am Samstag von 14.00 bis 20.00 Uhr, kostenfrei von allen Telefonen.
In Kooperation mit dem Kinderkanal von ARD und ZDF beteiligte sich das Kinder- und Jugendtelefon Göttingen auch an dem bundesweit laufenden Pilotprojekt der Internetberatung. Bereits im Jahr 2005 hat eine unserer Beraterinnen allein schon über 1000 E-Mails beantwortet ...
Meistens hat man die Jugendlichen nur einmal am Telefon. Bei der Internetberatung ist das anders. Die Jugendlichen können immer wieder ihre Beraterin / ihren Berater anschreiben — das ist nicht immer einfach, hat Vor- und Nachteile. Da die zur Zeit ca. 40 Ehrenamtlichen mindestens zwei Jahre nach der Ausbildung bei uns bleiben, müssen wir als Verein dafür sorgen,
Schulbesuche und Öffentlichkeitsarbeit machen auf das KJT aufmerksam.
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