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Kinder- und Jugendtelefon Göttingen e.V.
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Aktuelles beim KJT Göttingen

 
 
Mittwoch, 29. Juni 2011
Pressemitteilung

Am 6. Juli bekommen die Schülerinnen und Schüler Niedersachsens Zeugnisse. Nicht jeder wird darüber glücklich sein.

Wer diesbezüglich Kummer und Sorgen hat, vielleicht weil er in den Ferien zu Hause bleiben muss oder weil er das Klassenziel nicht erreichen konnte: Beratung und Hilfe erhalten Eltern, Kinder und Jugendliche zum Beispiel unter folgenden Telefonnummern:

  • Kinder- und Jugendtelefon Tel. 0800 / 111 0 333
    montags bis samstags, 14 bis 20 Uhr
  • sonnabends von 14 bis 20 Uhr beraten Jugendliche Tel. 0800 / 111 0 333
    immer samstags, auch in den Ferien, von 15 bis 19 Uhr
  • Elterntelefon Tel. 0800 / 1110550,
    Montag bis Freitag, 9 bis 13 Uhr und 17 bis 19 Uhr.

Patentrezepte gegen verkorkste Noten gibt es nicht. Wohl aber die Möglichkeit, Angst zu nehmen, vom Druck zu entlasten und Mut zu machen. Die Beraterinnen und Berater nehmen sich so viel Zeit wie nötig. Und natürlich kennen sie die zusätzlichen Hilfs- und Freizeitangebote in der Region Göttingen.

Für viele Eltern ist das schlechte Zeugnis der Kinder der Schock schlechthin. Sie reagieren mit Vorwürfen und Verboten. Wer das ganze Jahr über mit seinen Kindern im Gespräch bleibt, der kennt die Ursachen von Leistungsdefiziten und weiß, was die Kinder erwartet.

Trost ist angesagt

Vom Schüler wird in der Regel erwartet, dass er in der Schule "gut lernt", und in Gesprächen hören wir immer wieder, dass dies die Schüler auch wollen. Deshalb und angesichts der Folgen schlechter Noten, erstaunt es nicht, dass "ungerechte Beurteilungen" als schwer kränkend erlebt werden. Besser ist es, gute Leistungen zu loben und mit dem Kind zu besprechen, wie die Noten verbessert werden könnten. Doch Noten sollten nicht überbewertet werden.

Neuer Ausbildungskurs für Jugendliche im Alter zwischen 16 und 19 Jahren

Darüber hinaus sucht das Kinder- und Jugendtelefon Göttingen dringend neue erwachsene und jugendliche Mitarbeiter, die in einem Ausbildungskurs, der im August beginnt, einsteigen können und anschließend am Beratungstelefon dringend gebraucht werden. Informationen dazu gibt es unter ::: Projekt "Jugendliche beraten Jugendliche" und unter ::: Mitarbeit beim KJT Göttingen sowie unter Tel. 0551-37 98 77

Göttingen, 29.06.2011, ViSdP Gisela Wetzel-Willert
Öffentlichkeitsarbeit KJT Göttingen

online seit 30. Juni 2011
 
 
Aus Anlass der Pressemitteilung vom 24. Februar 2011
zum Projekt 'Klassenzimmertheater'

Darsteller für das Schauspiel
"Ein Schnitt in den Bauch" gesucht

Das Kinder- und Jugendtelefon Göttingen sucht in Kooperation mit "Stille Hunde" Theaterproduktion zwei Schüler im Alter zwischen 14 und 17 Jahren für eine Rolle im 1-stündigen Klassenzimmerstück "Ein Schnitt in den Bauch" von Jörn Barke.

Seit 3 Jahren wird das Präventionsstück erfolgreich unter der Regie von
Christoph Huber in Schulen und Kirchengemeinden aufgeführt und anschließend diskutiert. Freundschaft, Lust, Liebe und Schwangerschaft sind die Themen, die in spannendem Dialog in der Jugendsprache zum Ausdruck gebracht werden.

Männliche Jugendliche, die sich angesprochen fühlen und vielleicht sogar Theaterpraxis im Fach "Darstellendes Spiel" oder einfach Freude am Theaterspiel haben, mögen sich für ein Vorgespräch am 10. März 2011 um 17.00 Uhr anmelden
im Büro des Kinder- und Jugendtelefon Göttingen e.V., Tel. 0551 379877.

Szene aus dem Klassenzimmertheater 'Ein Schnitt in den Bauch'
Leo und Tom, gespielt von Hauke Fest und Niclas Schwalbe
Foto: Dorothea Heise

Weitere Informationen zum Stück sind unter
::: 'Klassenzimmertheater – eine Initiative des KJT Göttingen' und auf der Website der :::  "Stille Hunde" Theaterproduktion zusammengestellt.

online seit 27. Februar 2011
 
 
Studie 2010 des Dachverbandes und der Deutschen Telekom

Nummer gegen Kummer e.V. und Deutsche Telekom stellen neue Untersuchung zum Kinder- und Jugendtelefon in Deutschland vor

Bundesweit führten rund 3.900 ehrenamtliche Beraterinnen und Berater allein 2009 mehr als 233.000 Beratungsgespräche.

Die Studie wurde am 30. November 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt. Damit wurde nach 2005 und 2007 bereits die dritte ‚Nummer gegen Kummer Studie’ vorgelegt. Sie beruht, wie bereits die beiden Vorgängeruntersuchungen, auf der statistischen Auswertung anonymer Hilferufe von Kindern, Jugendlichen und Eltern an die "Nummer gegen Kummer".

Jungen lösen sich von alten Rollenbildern

Der aktuellen Analyse zufolge stehen männliche Kinder und Jugendliche anonymem Rat von außen heute aufgeschlossener gegenüber. Ihr Anteil unter den Anrufenden ist von 24,6 Prozent im Jahr 2000 auf 39,6 Prozent in 2009 gestiegen - bei insgesamt zunehmenden Nutzungszahlen. Dies legt den Schluss nahe, dass nun auch Jungen sich vorsichtig von tradierten Geschlechtermustern lösen.

Die wichtigsten Probleme von Jungen und Mädchen

Nach der von der Dachorganisation der Kinder- und Jugendtelefone erstellten Analyse erkundigen sich die Jungen am häufigsten nach sexuellen Praktiken, haben Probleme mit ihrem Körper und Langeweile. Bei den Mädchen stehen ganz oben Probleme mit dem Verliebtsein, gefolgt von Kontaktwünschen und Liebeskummer.

Die zehn häufigsten Gründe von Jungen und Mädchen, die "Nummer gegen Kummer" anzurufen

Mädchen

Prozent

Jungen

Prozent

1.

Verliebtheit

9,4

Sexuelle Praktiken

7,4

2.

Kontaktwunsch

7,4

Langeweile

7,4

3.

Liebeskummer

7,3

Körper und Aussehen

7,3

4.

Gestaltung v. Partnerschaft

6,5

Homosexualität

7,3

5.

Schwangerschaft

5,9

Körperliche Entwicklung

6,4

6.

Streit/Ärger i. Freundeskreis

5,6

Kontaktwunsch

5,3

7.

Körper und Aussehen

5,5

sexuelle Aufklärung

5,2

8.

Konflikte m. Eltern u. Familie

5,4

Spott u. Ausgrenzung i. Freundeskreis

5,0

9.

Langeweile

5,3

Gestaltung v. Partnerschaft

4,8

10.

Schwärmen

5,2

Verliebtheit

4,8

Die "Nummer gegen Kummer" erkennt Trends frühzeitig

Das Beratungstelefon gilt als eine Art Seismograf für sich ändernde Lebensauffassungen und Lebensstile junger Menschen. Denn der Blick auf die Probleme junger Menschen ist besonders unverfälscht und lebensnah. Im Gegensatz zu den durch Interviewer gesteuerten Befragungen bei anderen Kinder- und Jugendstudien melden sich die Ratsuchenden hier auf eigene Initiative. "So gelingt es, Fragen und Probleme junger Menschen früher als in anderen Studien und damit besonders lebensnah und authentisch zu erfassen", betonte Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, wissenschaftlicher Leiter der Studie.

Quellen: Berichte der Deutschen Telekom
..:: "'Nummer gegen Kummer Studie 2010' zeigt: Immer mehr Jungen suchen Hilfe" und ..:: Die zehn häufigsten Probleme von Jungen und Mädchen.

Eine Übersicht mit Links zu den o.g. Berichten und weiteren Pressemitteilungen zur Studie sowie den Link zur Original-Studie erhalten Sie in der Rubrik 'Presse' der Website der
..:: Nummer gegen Kummer.


'Nummer gegen Kummer Studie 2010' der Deutschen Telekom als PDF-Dokument..:: 'Nummer gegen Kummer Studie 2010' (68 Seiten) als PDF-Dokument (Anzeige in einem neuen Fenster; verlängerte Ladezeit infolge der Größe des Dokuments von 3,78 MB)

online seit 12. Dezember 2010

 
Vorankündigung

Mitte 2011 beginnen neue Ausbildungskurse für die Telefonberatung "Jugendliche beraten Jugendliche"

Das Kinder- und Jugendtelefon Göttingen sucht interessierte Jugendliche für die ehrenamtliche Telefonberatung, die jeden Samstag-Nachmittag in der Zeit von 14 bis 20 Uhr kostenlos und telefongebührenfrei im Rahmen des Projekts "Jugendliche beraten Jugendliche" angeboten wird.

Der neue Ausbildungskurs für Jugendliche im Alter zwischen 16 und 19 Jahren startet Mitte 2011. Die Jugendlichen werden im Anschluss an diese Ausbildung als aktives Mitglied in die Projektgruppe "Jugendliche beraten Jugendliche" aufgenommen.

So bilden wir aus:

Die Ausbildung für das KJT-Team beträgt 80 Unterrichtsstunden. Sie ist bundesweit einheitlich geregelt. Ausbildungsthemen sind unter anderem

  • Theorie und Praxis der Klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers
  • Krisenintervention
  • Blockseminare zu den Themen Pubertät, Liebe und Freundschaft, Sexualität, Trennungs- und Trauerprozesse
  • Rollenspiele mit Fragen aus der Praxis
  • Vermittlung von Kenntnissen über die Gefahren im Internet
  • Möglichkeiten der Weitervermittlung an entsprechend andere Hilfseinrichtungen
  • Hospitationen am Beratungstelefon

Interessierte melden sich bitte unter Tel. 0551 - 37 98 77. Weitere Informationen erhalten Sie unter ::: Projekt "Jugendliche beraten Jugendliche".

online seit 12. Dezember 2010